Sprungziele
Seiteninhalt

aktuell

Brandenburgische Frauenwoche 2023

Frauen, Gleichstellungsbeauftragte, Aktivistinnen, Vertreterinnen von Frauenverbänden und -netzwerken organisieren seit 1991 die Brandenburgische Frauenwoche. Auch in Frankfurt (Oder) findet sie zum wiederholten Male statt. Die Frauenwoche bündelt landesweit eine Vielzahl an Veranstaltungen. Diese geben Frauen in Brandenburg Gelegenheit, auf ihre Belange aufmerksam zu machen, ihre Interessen und Forderungen zu formulieren und sich einzumischen.

Ob Fachvortrag und Diskussionsrunde, Workshop an der Volkshochschule, Selbstverteidigung für Frauen in der Judohalle oder geführte Ausstellungen im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst und im Kleist-Museum – das Portfolio an Veranstaltungen gestaltete sich facettenreich. Gemeinsam ins Gespräch zu kommen und die Zukunft der Stadt Frankfurt (Oder) gerechter zu gestalten, sind erklärte Ziele.

Das Quartiersmanagement arbeitet seit November 2018 in der Arbeitsgruppe mit und unterstützt insbesondere im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit sowie dabei, junge Initiativen, welche nicht in größeren Institutionen verankert sind, mit einzubinden. Im Jahr 2022 gab es leider noch keine nennenswerten Aktivitäten auf Grund der pandemischen Verhältnisse. Zum Ende des Jahres wurde ein Treffen einberufen seitens der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Frankfurt (Oder), sodass mit aktiven Mitstreiter:innen die kommende Frauenwoche 2023 angegangen werden konnte.

Anfang 2023 startete das Netzwerk motiviert in die nächste Runde und Ideen für Aktionen und Veranstaltungen rund um Themen der Gleichstellung wurden ausgearbeitet. Das diesjährige Motto „Bei uns doch nicht!“ zielte darauf ab, auf die Sichtbarmachung von Schräglagen hinzuweisen. Scheinbar ist alles in Ordnung, doch wirft man einen genaueren Blick auf die Verhältnisse zwischen den Geschlechtern, dann wird deutlich, dass dem bei weiten noch nicht so ist.

Fachgespräch »Rassismus in Frankfurt (Oder)«

Zusammen mit der Integrationsbeauftragten der Stadt sowie dem Projektmitarbeiter von „Demokratie Leben“ wurde am 21.03.2023 das Fachgespräch „Rassismus in  Frankfurt (Oder)“ organisiert, bei dem es darum ging für das Thema zu sensibilisieren und auf Schräglagen innerhalb der Stadtgesellschaft aufmerksam zu machen. An diesem Tag sollten auch insbesondere die Betroffenen zu Wort kommen können. Der Raum bot gleichfall an, auf das Bündnis „Die Vielfaltsgestalter Frankfurt (Oder)“, aktuell koordiniert durch das Quartiersmanagement „Innenstadt-Beresinchen“, aufmerksam zu machen.

Die Wände im Saal des MehrGenerationenHauses MIKADO wurden bestückt mit den Plakaten, die auf die Werte und Ziele des Bündnisses hinwiesen. Das Organisationsteam war sich im Klaren darüber, dass es sich hierbei um ein sensibles Thema handelt und vermutlich kaum diejenigen sich eingeladen fühlen werden, die mit den Inhalten dieses Fachgesprächs eigentlich adressiert werden sollten. Nichtsdestotrotz kamen viele geladene und darüber hinaus Interessierte, sodass der Saal sehr voll war. Den Betroffenen boten wir viel Raum, um über ihre Erfahrungen zu sprechen.

Es war ein gelungenes Fachgespräch und auch der Schirmherr, der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), signalisierte deutlich, dass es ein wichtiges und anzupackendes Thema bleibt. Eine jährliche Wiederholung sollte angestrebt werden. Der weltweite Tag gegen Rassismus und Faschismus wird aufgrund aktueller Problemlagen ein wichtiger Termin im Kalender aller Bündnispartner:innen für Vielfalt und darüber hinaus interessierter Menschen für ein vielfältiges Leben in der Stadtgesellschaft von Frankfurt (Oder) sein.

»WIRtschaft in Aktion - Sommer 2023« für Frankfurt (Oder)

Seit mittlerweile mehr als 15 Jahren findet das Angebot von „WIRtschaft in Aktion“ alle zwei Jahre in Frankfurt (Oder) statt. Soziale Träger bitten um Hilfe bei der Umsetzung von finanziell oder personell schwierigen Unterfangen wie zum Beispiel die Errichtung eines Hochbeetes oder dem Bau eines neuen Spielplatzes. Die Frankfurter Wirtschaft packt anschließend tatkräftig und ehrenamtlich an. Am 23. Februar 2023 startete die bereits achte Runde mit dem digitalen Auftaktworkshop zur Findung von innovativen Ideen. Interessierte Einrichtungen konnten sich auch kurzfristig anmelden.

Die Aktion bietet sozialen Trägern und Initiativen die Möglichkeit, eigene kleine Projekte bzw. Aktionen in ihren Einrichtungen mit der Unterstützung seitens lokaler Wirtschaftsunternehmen durchzuführen. Das Quartiersmanagement ist Teil des Organisationsteams, das den Teilnehmer:innen dabei beratend zur Seite steht. Die Projektbörse wurde am 19. April erfolgreich im IHP durchgeführt. Unternehmerinnen und Unternehmer hatten dann die Möglichkeit, die Projektideen mit den jeweiligen Partnereinrichtungen zu besprechen und einen Termin für die Umsetzung zu vereinbaren. Viele Ideen und Anfragen kamen in der Projektbörse zusammen. Die 17 Projekte wurden im Nachgang den jeweiligen Patinnen und Paten im Organisationsteam zugeteilt oder man suchte sich bereits vor Ort bei der Projektbörse die Projekte aus, die jeweils engmaschiger betreut wurden.

Das Team traf auf altbekannte Mitmachende, aber auch neue Projekte stellten sich in der Projektbörse vor. Das Interesse in diesem Jahr blieb stabil und die Motivation des gesamten Projektteams war ebenfalls überwältigend. Deshalb sollte einer weiteren Organisation dieses traditionellen Formates in den kommenden Jahren nichts im Wege stehen. Dies wurde bei der Abschlussveranstaltung in den Räumlichkeiten der Handwerkskammer Ostbrandenburg ebenfalls durch den Oberbürgermeister, René Wilke, der als Schirmherr fungierte, konstatiert.

grafik
grafik

In den Sommermonaten wurden die letzten organisatorischen Details besprochen und das Quartiersmanagement unterstützte bei der Entwicklung von Kooperationen. Am 4. August half das Quartiersmanagement tatkräftig bei der Umsetzung der Aktion für das MehrGenerationenHaus MIKADOmit. Es entstand ein Container, gestrichen in den Farben der Pride Flagge, und auch ein Outdoor-Schachbrett ziert seitdem das Außengelände vom MIKADO. Im September wurde die Abschlussveranstaltung vom „WIRtschaft in Aktion Sommer“ umgesetzt.

grafik
grafik

Die Projektleitung des Quartiersmanagements war mitverantwortlich für das musikalische Rahmenprogramm. Darüber hinaus war das Quartiersmanagement für die Beantragung der Fördermittel verantwortlich und dem Controlling des Budgets. Gefördert wurde das Gesamtprojekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Es wurden insgesamt 12 Projekte verwirklicht und viele Betriebe Frankfurts haben nicht nur ein Projekt umgesetzt, sondern gleich mehrere. Ein besonderer Dank gilt allen Mitwirkenden.


»Common Ground«

Das von der Robert Bosch Stiftung geförderten Programm „Common Ground“ startete 2022. Das Quartiersmanagement Frankfurt (Oder) ist Kooperationspartner im deutsch-polnischen Projekt rund um grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Zielsetzung der gemeinsamen Entwicklung von klimaneutralen Innenstädten mit dezidiertem Fokus auf die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürger. Am 02.09.2022 fand das erste deutsch-polnische Bürger:innenpicknick statt. An moderierten Thementischen im Hof der Frankfurter Konzerthalle konnten die Teilnehmenden Ideen und Wünsche zur Verbesserung des gemeinsamen Stadtraums (Radius von 2 km um die Grenzbrücke) einbringen. Das Quartiersmanagement Frankfurt (Oder) „Innenstadt-Beresinchen“ schrieb unter anderem hierzu im Nachgang einen Artikel für die Bürger:innenzeitschrift „Wir im Quartier“, einem eigenem Format für das Quartier, und betrieb damit gleichzeitig Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt Common Ground.

Insbesondere die Realisierung von mindestens einer Idee von Bürger:innen war der Fokus im Jahr 2023. Beim deutsch-polnischen Bürger:innenpicknick 2022 fand unter anderem der Gedanke eines „Bürger:innentisches“ auf deutscher wie auch auf polnischer Seite großen Anklang. In Abstimmung mit allen Projektpartnern wurde beschlossen, dass diese Idee in die Tat umgesetzt werden solle. Die Koordinierung und Planung für diese Aktion auf deutscher Seite wurde folglich ab Juli 2023 vom Quartiersmanagement übernommen. Unterstützt wurde die Projektleitung dabei durch eine Teilkoordination, die auf Honorarbasis beim Projekt mitwirkte.  

Zu Beginn galt es mehrere Angebote für den Bau sowie die Installation des Tisches einzuholen. Erfreulicherweise wurde ebenfalls durch ein lokales Unternehmen, die Modellbau Stein GmbH, ein Angebot abgegeben. Schlussendlich konnte auch mit diesem Unternehmen zusammengearbeitet werden. Die ersten Entwürfe stammten jedoch von einem jungen Unternehmen aus Leipzig. Der Kollektiv Plus X e. V. ist erfahren bei der Realisierung von Möbeln für den öffentlichen Raum. In einem zweiten Schritt wurden Angebote für einen Kunstworkshop eingeholt. Fokus war es, diesen Bürger:innentisch mit Interessierten der Doppelstadt gestaltet zu können, um somit auch die Verfahren der Bürger:innenbeteiligung einzubringen. Zwischenzeitlich wurde ein Flyer angefertigt, sodass auf diese Aktion in der Öffentlichkeit aufmerksam gemacht werden konnte. Gleichfalls verfasste das Quartiersmanagement eine gemeinsame Pressemitteilung zusammen mit dem Leadpartner.

DSC_4783
DSC_4783

Für den Workshop konnte der in der Stadt Frankfurt (Oder) bekannte Künstler P. Banause gewonnen werden. Er hat bereits in der Vergangenheit einige große Projekte im Stadtraum realisiert und verfügt zudem über reichlich Erfahrungen mit Gestaltungsworkshops, die er schon auf einigen großen Festivals in Deutschland angeboten hat. Recht schnell wurde deutlich, dass für die Realisierung dieser Bürger:innenidee mehr finanzielle Ressourcen nötig sind. Der Leadpartner unterstützte deshalb bei der Spendenmittelgewinnung, um die Aktion gut finanzieren zu können. P. Banause hat vor dem Workshop zwei Farbentwürfe für die Tische übermittelt, in denen er die Farben der Doppelstadt (grün und blau) aufgriff. Beide Entwürfe wurden auf dem Social-Media-Kanal Instagram des Quartiersmanagements zur Abstimmung bereitgestellt. Als Ergebnis wurde sich dabei knapp für das blaue Farbkonzept entschieden (dementsprechend wird der „Słubicer Bürger:innentisch“ im Folgejahr in den Grüntönen gestaltet werden).

grafik
grafik

Als Standort für das Objekt wurde eine Fläche zwischen der Grenzbrücke und dem Speicher (Restaurant Taverna Athos) durch die Leitung vom Grünflächenamt der Stadt Frankfurt (Oder) zugewiesen. Der Bürger:innentisch wurde somit auf der Oderpromenade platziert mit Blick auf den Fluss, der beide Städte miteinander verbindet.

Am 31.08.2023 erfolgte die Vorortinstallation des Objektes durch die Firma Modellbau Stein GmbH. Am 02.09.2023 fand in der Zeit von 10 bis 17 Uhr der Gestaltungsworkshop statt. Über den Tag verteilt konnten an die 30 Bürgerinnen und Bürger der Doppelstadt zur Teilnahme ermuntert werden. Unter Anleitung wurden in einem ersten Schritt von den Teilnehmenden Schablonen mit Motiven angefertigt, die möglichst eine ganz persönliche Referenz an die Doppelstadt darstellen sollten. Danach konnte jeder in einem Blauton seiner Wahl dieses Motiv mit Graffitifarbe auf den Holztisch sprühen. Es wurden mehrere Blautöne zur Verfügung gestellt, um ein möglichst lebendiges Ergebnis zu erzielen. Gegen Ende des Workshops wurden diese Motive final durch P. Banause „verdichtet“. Ohne Frage ist dadurch der Bürger:innentisch zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk geworden.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die Aktion „Frankfurter Bürger:innentisch“ einen erfolgreichen Abschluss gefunden hat. Für die Zukunft werden Ideen für eine weitere Nutzung mit besonderen Aktionen und Veranstaltungen gesammelt, um diese schlussendlich durchzuführen, sodass sich mit der Zeit eine Community für diesen Gemeinschaftsraum findet.

DSC_6454
DSC_6454

IMG_0878
IMG_0878

»Lebendiger Adventskalender Frankfurt (Oder) - Slubice 2023"

20231127_155052
20231127_155052

In diesem Jahr feierte die traditionelle Veranstaltungsreihe des Lebendigen Adventskalender ihr 15-jähriges Bestehen und zu diesem Jubiläum wurden in diesem Jahr insgesamt 47 Türchen an 22 Tagen im Dezember geöffnet. Die Vielzahl an Kooperationspartnern ermöglichte es in diesem Jahr ein besonders vielfältiges und buntes Programm zu konstituieren, bei dem die Besucherinnen und Besucher täglich an ein bis drei Veranstaltungen kostenlos teilnehmen konnten.

Diese Aktionen und Begegnungsmöglichkeiten fanden großen Anklang bei den Bürger:innen der Doppelstadt und so konnte zum ersten Mal nach Ausbruch der Corona-Pandemie wieder eine Besucherzahl von ca. 1000 Menschen verzeichnet werden. In diesem Jahr konnte zudem die Anzahl an polnischen Kooperationspartnern gesteigert werden, was die enge Zusammenarbeit der deutsch-polnischen Doppelstadt verdeutlichte.

grafik
grafik

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war die feierliche Eröffnung am 01. Dezember, mit einem Lampionumzug, der feierlichen Eröffnungsrede des Oberbürgermeisters aus Frankfurt und des Bürgermeisters aus Słubice und schließlich die Live-Übertragung aus Finnland mit dem Weihnachtsmann vom Polarkreis.

grafik
grafik

Weitere Höhepunkte des Lebendigen Adventskalenders in diesem Jahr waren das Deutsch-polnische Adventskonzert des Brandenburgischen Staatsorchesters, der Weihnachtsmarkt in Słubice, die Glühweinroute durch die Magistrale, das Weihnachtspräludium im Kleist-Forum, das Weihnachtssingen in der St.-Marien-Kirche und schließlich die Märchenstunde im Märchenwald.


Das Organisationsteam, bestehend aus dem Kooperationszentrum der Stadtverwaltung Frankfurt (Oder), dem Quartiersmanagement Frankfurt (Oder), der Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder), dem Citymanagement der Messe und Veranstaltungs GmbH und der Stadtverwaltung Słubice leisteten unermüdlichen Einsatz bei der Planung, Durchführung, Kommunikation und Betreuung des Programms. Insgesamt war der Lebendige Adventskalender in diesem Jahr ein voller Erfolg und alle Beteiligten freuen sich auf eine weitere Fortsetzung im nächsten Jahr.

IMG-20231212-WA0019
IMG-20231212-WA0019
IMG-20231220-WA0015
IMG-20231220-WA0015

Seite zurück Nach oben