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Netzwerkstelle für deutsch-polnische Seniorenarbeit

Die Stadt Frankfurt (Oder) verfügt im Hinblick auf die Vernetzung von Angeboten für Senioren zwar über einen aktiven Seniorenbeirat und Bildungseinrichtungen, die sich auch dem grenzüberschreitenden und interkulturellen Austausch widmen. Zugleich fehlt es aus Sicht vieler Akteure u.a. an einem kontinuierlichen und verbindlichen Rahmen im Sinne einer

räumlichen Anlaufstelle und an einem Ansprechpartner für den interkulturellen Austausch zwischen den Senioren, an offenen und / oder niedrigschwelligen deutsch-polnischen Angeboten für diese Zielgruppe sowie an einer Bündelung der vorhandenen Angebote und auch an Wissen.

Vor diesem Hintergrund entstand die Projektidee zur Einrichtung einer Netzwerkstelle für deutsch-polnische Seniorenarbeit. Potenzielle Projektträger sind der AWO Kreisverband Frankfurt (Oder) – Stadt e.V. und die ARLE gGmbH. Als mögliche Kooperationspartner kommen u.a. der Seniorenbeirat, die Seniorenakademie, die Volkshochschule, Słubfurt e.V., das Kooperationszentrum Frankfurt (Oder) - Słubice, das Collegium Polonicum, das Słubicer Kulturhaus SMOK, die Europa-Universität Viadrina, das Freiwilligenzentrum, der Pflegestützpunkt sowie soziale und kulturelle Einrichtungen der Doppelstadt in Frage.

Das Projekt verfolgt die nachstehenden Ziele:

- Integration von Bevölkerungsgruppen auf beiden Seiten der Oder

- Kennenlernen und Austausch von deutschen und polnischen Senioren

- Wissensvermittlung zum Leben und dem Alltag im Nachbarland

- Abbau von gegenseitigen Vorbehalten / Vorurteilen

- Förderung sprachlicher und interkultureller Kompetenzen

- Förderung von Vielfalt, Demokratie und Toleranz; Freude an einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft

- Lebendige Doppelstadt mit Aktiven im dritten Lebensdrittel

- Bekämpfung von Vereinsamungstendenzen bei Senioren

- Stärkung des bürgergesellschaftlichen Engagements im dritten Lebensdrittel

 

Der Bezug zum INSEK lässt sich über den Leitbildbereich III „Bildungs- und Kulturstadt mit internationalem Anspruch und hoher Lebensqualität“ und die darin formulierten Entwicklungsziele 3, 4 und 5 herstellen. Ferner ist die Ableitung aus dem INSEK durch die Zuordnung zum Zentralen Vorhaben 2d „Verbesserung der interkulturellen und sprachlichen Kompetenzen“ gegeben.

Im Rahmen der Umsetzung sind folgende Maßnahmen und Aktivitäten vorgesehen:

- Einrichten einer barrierefreien, an der Grenze gelegenen Räumlichkeit unter Beachtung der vorhandenen Einrichtungen

- Bündelung bestehender Angebote und Initiativen

- Aktivierende Befragung auf beiden Seiten der Oder zur Angebotsstruktur

- Öffentlichkeitsarbeit/ Bekanntmachen der Koordinierungsstelle, Aufbau von Kooperationen

- Erarbeitung eines Veranstaltungsprogramms unter Hinzuziehung von Bestehendem/Bewährten

- Formulierung neuer / fehlender Angebote mittels Aktivierung von Senioren

- Profilierung eines niedrigschwelligen Treffs bez granic

- Aufbau eines bürgergesellschaftlichen Pools von deutsch-polnischen Senioren

 

Der Erfolg des Projektes soll u.a. anhand der Zahl der Angebote und Veranstaltungen, der Teilnehmer an der Befragung sowie der Angebote und Veranstaltungen, der Zahl der Aktiven und Kooperationspartner und den Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit gemessen werden.

Zur anteiligen Finanzierung der Kosten für die barrierefreie Herrichtung geeigneter Räumlichkeiten sowie der Personal- und Sachkosten soll für den Zeitraum 2016-2018 ein Zuschuss in Höhe von 123.400 € aus Mitteln des Programms Soziale Stadt gewährt werden.

Um die Nachhaltigkeit des Projektes zu gewährleisten, sollen bereits in der Anlaufphase

Strukturen aufgebaut werden, die es ermöglichen, das Projekt mit Hilfe des geplanten bürgergesellschaftlichen Pools ehrenamtlich weiterzuführen und entstehende Aufwendungen

über Einnahmen aus Veranstaltungen zu finanzieren. Über den Europäischen Freiwilligendienst, den Bundesfreiwilligendienst und das Freiwilligenzentrum könnte das Projekt personell bereichert und gestärkt werden. Die Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) hat ihre Bereitschaft signalisiert, mögliche Räumlichkeiten der Netzwerkstelle nach Auslaufen der Förderung mietkostenfrei zur Verfügung zu stellen.

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