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Offene Jugendarbeit / Straßensozialarbeit

Nachdem die in den 1990er Jahren aufgebaute (kommunale) Straßensozialarbeit im Jahr 2005 aufgrund mangelnder Ressourcen wieder aufgegeben wurde, konzentrierte sich die Jugendarbeit zunächst auf stadtteilorientierte Angebote. Die Situation änderte sich erst, als mit dem Jugendförderplan 2011-2013 beschlossen wurde, ein Projekt „Offene Jugendarbeit / Straßensozialarbeit mit Schwerpunkt Beresinchen und Stadtzentrum“ ins Leben zu rufen. Folglich war das Projekt auch nicht Bestandteil des Integrierten Handlungskonzeptes aus dem Jahr 2008.

Mit Hilfe eines Interessenbekundungsverfahrens wurde der Flexible Jugendarbeit Frankfurt (Oder) e.V. als Träger ausgewählt. Die Umsetzung startete im April 2011. Die Personal-, Bewirtschaftungs- und Sachkosten in Höhe von ca. 155.000 € pro Jahr wurden bzw. werden noch bis Ende 2015 vom Sonderprogramm der Sozialen Stadt übernommen. Nach Auslaufen der Förderung ist ab Januar 2016 die Anschlussfinanzierung über den Jugendförderplan vorgesehen.

Das Projekt umfasst zwei Bereiche, zum einen die Offene Jugendarbeit im Jugendclub „chillerstreet“, zum anderen die aufsuchende Arbeit vor Ort / Straßensozialarbeit. Eine dazugehörige Beratungsstelle und der Jugendclub befinden sich beide in der Heinrich-Hildebrand-Straße 20d im Stadtteil Neuberesinchen.

Zielgruppe

Die Zielgruppe der Straßensozialarbeit sind Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 21 Jahren, für die der öffentliche Raum eine signifikante Lebenswelt ist und die trotz zum Teil gravierender Notlagen (kein Schulabschluss, keine Ausbildung, Verhaltensauffälligkeiten, häusliche Gewalt, Drogenprobleme etc.) vom bestehenden Netz sozialer Einrichtungen und Dienste keinen Gebrauch machen oder ausgegrenzt werden.

Tätigkeiten

Die Tätigkeiten der Streetworker reichen von der gezielten Kontaktaufnahme und dem Aufbau vertrauensvoller Beziehungen zu den Kindern und Jugendlichen über Aufklärungsarbeit in Bezug auf den Konsum von Drogen und die Begleitung bei Behördengängen bis zur Unterstützung bei der Suche nach einer Wohnung und / oder einem Ausbildungsplatz. Von zunehmender Bedeutung ist die Einzelarbeit mit Jugendlichen, die tiefgreifende Probleme haben. Räumlicher Schwerpunkt ist die Innenstadt.

Der Jugendclub hat sich für viele Kinder und Jugendliche zu einem festen Bestandteil ihrer Freizeitgestaltung entwickelt. Inzwischen kommen etwa 40 von ihnen täglich, weitere 30 sporadisch. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen wurden die Räumlichkeiten hergerichtet und vielfältige Aktivitäten geplant und durchgeführt. Seit 2012 existiert ein Clubrat, der an allen Entscheidungen beteiligt ist, die den Jugendclub betreffen (Feriengestaltung, Veranstaltungen, Anschaffungen).

Das Projekt hat sich seit seinem Beginn im Jahr 2011 stark weiterentwickelt, erfährt enormen Zuspruch durch die jeweiligen Zielgruppen, insbesondere bei der Hilfe im Einzelfall, und ist damit zu einem attraktiven und unverzichtbaren Bestandteil des sozialen Angebotes in der Stadt Frankfurt (Oder) geworden. Sowohl der Jugendclub als auch die Straßensozialarbeit sind in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften und Netzwerken aktiv, vor allem, um die Interessen von Kindern und Jugendlichen zu vertreten. Die gesteckten Ziele wurden vollständig erreicht.

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