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Kompetenzagentur zur sozialen und beruflichen Integration

Die Idee der Kompetenzagentur richtete sich an Jugendliche im Alter zwischen 16 und 27 Jahren an der Schwelle zum Erwerbsleben, die aufgrund schwerwiegender Sozialisations- und Integrationsdefizite (zum Teil mehrfach) benachteiligt sind. Die Bandbreite der Probleme reicht von schwierigen familiären Verhältnissen über Lern- oder Leistungsbeeinträchtigungen bis zu Arbeitslosigkeit und drohender Obdachlosigkeit.

Kernziel des Projektes war die bedarfsorientierte Unterstützung und Begleitung dieser Zielgruppe bei der beruflichen und sozialen Integration. Dadurch sollten die Zahl der jugendlichen Schulverweigerer oder Schulabbrecher reduziert, einer zunehmenden Orientierungslosigkeit vieler Jugendlicher entgegengewirkt und letztlich die Lebensbedingungen und Perspektiven für junge Menschen und ihre Familien positiv beeinflusst werden.

Zum Zeitpunkt der Erarbeitung des Integrierten Handlungskonzeptes im Jahr 2008 existierte bereits ein Netzwerk aus mehr als 30 Partnern, darunter die Stadtverwaltung Frankfurt (Oder), Schulen, freie Träger und lokale Initiativen sowie die Arbeitsagentur und das Jobcenter. Da die Förderung aus Drittmitteln im August 2008 auslief, stand die Nachhaltigkeit des Projektes in Frage. Die Anschlussfinanzierung konnte durch eine Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds (65%) und aus Mitteln des Regelprogramms der Sozialen Stadt in Höhe von ca. 79.000 € bis Ende 2012 sichergestellt werden.

Im Zentrum der Aktivitäten standen niedrigschwellige und aufsuchende Beratungs- und Unterstützungsangebote (gezielte Ansprache, Krisenintervention, CaseManagement). Hinzu kamen u.a. die Pflege, Koordination und Weiterentwicklung des Netzwerkes, Dokumentation, Öffentlichkeitsarbeit sowie die Sicherstellung der Nachnutzbarkeit geschaffener Strukturen und Angebote.

Die Räumlichkeiten der vom Internationalen Bund e.V., Förder- und Integrationszentrum Brandenburg, getragenen Kompetenzagentur befanden sich in zentraler Lage innerhalb der Gebietskulisse (Große Scharrnstraße 15) und waren daher für deren Bewohner und insbesondere für die Zielgruppe gut zu erreichen. Für diesen, durch einen hohen Gewerberaumleerstand und städtebauliche Defizite geprägten Straßenzug war damit auch eine gewisse Belebung verbunden. Zudem befanden bzw. befinden sich einige (im Hinblick auf die aufsuchende Arbeit relevante) soziale Brennpunkte und die Beratungsstelle des Jugendmigrationsdienstes in unmittelbarer Nachbarschaft.

Laut Abschlussevaluation des Programms und des Projektträgers wurden die Ziele des Projektes überwiegend erfüllt. Im Gesamtzeitraum wurden in Frankfurt (Oder) 155 junge Menschen erreicht. Mehr als die Hälfte (53,6%) konnten erfolgreich integriert werden. Im Vergleich zu bundes- oder landesweiten Zahlen kann dies als Erfolg gewertet werden.

Im Zusammenhang mit der neuen ESF-Förderperiode 2014-2020 hat sich die Stadt erfolgreich für eine Förderung aus dem Bundesprogramm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ beworben.

Im Ergebnis dessen wird ab dem 01.08.2015 die Etablierung eines Projektes „Richtungs.wxl“ in Trägerschaft des Vereins Jugendhilfe und Sozialarbeit e.V. mit dem inhaltlichen Schwerpunkt „Kompetenzagentur/ Schulverweigerung – Die 2. Chance“ sowie mehrerer Mikroprojekte erfolgen. Eine mittelfristige inhaltliche Fortführung der Arbeit ist also gesichert.

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