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KompAss plus Kompetenzagentur für Schüler

Mit diesem Projekt sollte das auf Landesebene initiierte und bis Ende 2008 laufende Modellprojekt „KompAss“ zur Erprobung von Ansätzen der systematischen Arbeitswelt- und Berufsorientierung weiterentwickelt werden. Intention von „KompAss plus“ war eine vertiefte

Berufsorientierung mit Schülern der Klassenstufen 7 bis 10 an den drei Schulen im Stadtgebiet, die zum Haupt- oder Realschulabschluss führen. Zwei davon – die Heinrich-von-Kleist-Oberschule und die Ulrich-von-Hutten-Oberschule – liegen innerhalb der Gebietskulisse; die Lessing-Förderschule an dessen südlicher Grenze in Neuberesinchen. Viele der Schüler dieser Schulen wohnen in der Gebietskulisse und kommen aus benachteiligten und / oder bildungsfernen Familien. Nur wenige Schüler der Abgangsklassen haben konkrete Vorstellungen über ihre berufliche Perspektive. Als Folge brechen Etliche die Schule oder die Ausbildung ab, während sich zugleich der Mangel an geeigneten Fachkräften und Auszubildenden weiter verschärft.

Vor diesem Hintergrund war es das Ziel von „KompAss plus“, die Schüler rechtzeitig, systematisch und langfristig auf die für sie passende Berufsausbildung und den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Dadurch sollten ein realistisches Berufswunschdenken gefördert und die Zahl von Ausbildungsabbrüchen reduziert werden. Die Schüler sollten erkennen, dass sie selbst durch eigene Anstrengungen die Voraussetzungen für die Aufnahme einer Berufsausbildung schaffen können (und müssen).

Laut Gesamtevaluation des Trägers – dem bbw Bildungszentrum Frankfurt (Oder) GmbH – wurden diese Ziele überwiegend erreicht. Insbesondere die klassenstufenübergreifende Systematisierung der Berufsorientierung erwies sich als zielführendes Instrument zur Unterstützung der pädagogischen Forderung nach einer offenen Berufswegeplanung. Insgesamt nahmen 1.236 Schüler an dem Projekt teil, davon 678 männlich und 558 weiblich. 786 Teilnehmer waren jünger als 15 Jahre. 71 hatten einen Migrationshintergrund. Für 68 Schüler mit (erweiterter) Berufsschulreife konnte im Zusammenwirken mit den Kooperationspartnern ein Ausbildungsplatz bereitgestellt werden. In fünf Fällen konnte ein Schulabbruch verhindert werden.

 

Das Projekt wurde zwischen Januar 2009 und Oktober 2012 durchgeführt. Obwohl aus inhaltlichen Gründen Bestandteil des Integrierten Handlungskonzeptes 2008, war eine Förderung über das Programm Soziale Stadt von Anfang an nicht vorgesehen. Stattdessen wurde „KompAss plus“ mit Mitteln der Agentur für Arbeit und des Partnerprogramms BIWAQ finanziert. Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. 966.000 €. Eine Verstetigung nach Ende der Laufzeit ist nicht gelungen.

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